Dienstag, 8. Dezember 2009

Perry Rhodan im Social Web?!

Kennen Sie Perry Rhodan? Nein? Dann gehören Sie nicht zur "alternden Zielgruppe" des Wochenromans - noch nicht! Denn ab sofort wird Perry Rhodan verstärkt im Social Web vertreten sein. So eröffnete er jetzt einen eigenen twitter Channel und sendet seinen Followern regelmäßige Updates aus dem Twitterversum. 860 tweets und fast 400 Follower sind es aktuell. Auch bei facebook findet sich der Held mittlerweile, mit knapp 125 Freunden alleridngs nicht sehr beliebt. Angesicht fast einer Milliarde (!) verkaufter Bände ist dies eine eher geringe Zahl... Wir werden sehen, ob sich der meistverkaufte Serienroman der Welt auch im Social Web durchsetzen kann.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Perry_Rhodan_Logo.png&filetimestamp=20080322113621

Sonntag, 6. Dezember 2009

Social Media Marketing: ein Kinderspiel?

So meinen zumindest vielen, wenn man mit Ihnen spricht. Ein bisschen Eigen-PR auf studiVZ, twitter oder Xing - das kann doch jeder.
Dies widerlegt die tägliche Praxis, wenn man sich in den Social Media umschaut. Welche Fehler man dabei begehen kann hat internetworld gelistet. Am besten gefällt mir dabei der beliebte Fehler "Täuschung": vermeintliche Anonymität verleitet Unternehmen dazu, selbst "Verbraucher-Kommentare" zu schreiben. Diese sind dann oft in einem derartigen "PR-Sprech" verfasst, dass sie entlarvt werden und rufschädigend werden... Doch lest selbst!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Links als Mittel zur Erhöhung des google-Rankings

Eine interessante Artikelserie von InternetWorldBusiness behandelte die Frage, wie Links als Mitel zur Erhöhung des eigenen google-Rankings eingesetzt werden können. Mit zahlreichen Tipps und Praxisbeispielen gibt Markus Hövener von Bloofusion einen schönen Einblick in die Welt der Suchmaschinenoptimierung - freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. So gesehen gefallen die Artikel vor allem durch ihre klare Linie und den Anspruch, jedem Leser eine Einführung zu geben. M.E. sehr lesenswert!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Social Networks als Karrierekiller?

Es liest sich fast wie das Buch "Die größten Irrtümer in Bezug auf Social Media": die neue Studie des Beratungshauses IFOK. Unter den Titel "Social Media und Personalarbeit" widerlegt die Agentur die Annahme, dass Social Networks als Karrierekiller funktionieren können. Was uns immer wieder von Netzbegeisterten eingeflösst wurde, was als "Online-Reputation-Management" mittlerweile einen eigenen Markt darstellt - doch alles nur eine Farce?

Nun, die Studie belegt dies scheinbar eindeutig, kommt jedoch auch zu dem Schluß, dass die Potentiale der Sozialen Netzwerke aktuell zwar nicht gehoben werden, aber dennoch vorhanden sind. Also ist davon auszugehen, dass die Nutzung von Netzwerken für die Personalarbeit zunehmen wird. Und: Business Netzwerke werden dabei bevorzugt. Es gilt also nach wie vor, auf der Hut zu sein, was alles im Netz über einen geschrieben wird.

Sehr schön für Personaler ist vor allem die Handlungsanleitung am Ende der Studie. Fazit: lesenswert!

Freitag, 27. November 2009

Online-Kampagnen als Kollaborative Diegis?

In einem interessanten Post von Darren Lilleker habe ich einen Begriff entdeckt der sich vermutlich nicht ins deutsche übersetzen lässt (für eine Belehrung des Besseren bin ich dankbar!): Diegis. Die These von Darren ist die, dass Online-Kampagnen eine kollaborative "Diegis" schaffen. Der Begriff Diegis umschreibt dabei eine Art kollektive Realität oder Identität: "Diegesis may sound a complex thing but it is something we are all familiar with, it is the world which is created by any narrative, that which involves us and we are transported to when we read a book, watch a film etc."
Für Darren ist dies der Kerngedanke einer jeden Online-Kampagne insbesonder wenn man sich die Obama Kampagne 2008 anschaut. Es gibt einige Agenturen die für dieses Phänomen den begriff "Online Advocacy" verwenden. Damit ist gemeint, dass eine Kampagne als höchstes Ziel die Identifikation eines Users mit den Tielen der Kampagne erreichen kann und dieser User dann zum "Anwalt" der Kampagne wird. Getreu dem Motto "Tue Gutes und lass andere darüber berichten" ist hier die Glaubwürdigkeit am Höchsten. Virales Marketing funktioniert dann am Besten, wenn die Identifikation mit der Kampagne maximal ausgeprägt ist: Online-Kampagnen als Kollaborative Diegis!

Mittwoch, 25. November 2009

Moderner Staat 2009

Gastbeitrag von Christian Bruntsch:

Am 24.11. und 25.11.2009 fand in Berlin bereits zum dreizehnten Mal die Messe „Moderner Staat“ statt. Auf der Fachmesse mit angeschlossener Konferenz fanden sich die Vorreiter zum Thema eGovernment zusammen. Mit jeder Menge Aussteller und dazugehörigen Referenten gehört die Messe „Moderner Staat“ neben der CeBIT zu den wichtigsten deutschen Messen im Public Sector. Sehr gut besucht waren die eigens eingerichteten „Best Practice Foren“. Hier konnten die Aussteller direkt ihre Leistungen und Projekte präsentieren. Zudem konnte man sich einen schnellen Überblick verschaffen, welche Themen und Trends gerade im öffentlichen Bereich bearbeitet werden. Neben den bereits stark kommunizierten Themen, wie z.B. Sicherheit im Web und Verfahrensoftware, kommen auch neuere Punkte auf die Tagesordnung, wie z.B. Web2.0 und Benchmarking in der öffentlichen Verwaltung.

Dienstag, 24. November 2009

Obama und die Blogosphäre in Kuba

Wie von keinem anderen Politiker wird von Obama erwartet, dass er sich mit der Blogosphäre beschäftigt. Viel intensiver als in Deutschland wird in anderen Ländern auch politisch über das Internet diskutiert. So auch in Kuba, wo die Bloggerin Yoani Sanchez die Rolle einer Meinungsführerin inne hat. So kann Obama nicht umhin auch selbst auf ihre Blog-Posts zu antworten, was er bisweilen auch macht. In einem regelrechten Dialog unterhalten sich die beiden stellvertretend für Millionen Kubaner und hunderttausende Exil-Kubaner in den USA über das Land und die Politik. Gelebte Demokratisierung? Nun immerhin ein Anfang eines Meinungsaustausches, der ohne Netz kaum möglich wäre...

Sonntag, 22. November 2009

Public Affairs 2.0

Mit dem Internet verändert sich ganz selbstverständlich auch das Themen Setting für Parteien, Verbände und Unternehmen. Public Affars 2.0 nennt man das. Dazu gibt Dr. Gunnar Bender am 07.12. eine spannende Vorlesung an der TU Berlin im Masterprogramm Wissenschaftsmarketing. Leider kann ich nicht teilnehmen, würde mich aber über ein Review eines Lesers hier freuen!

Freitag, 20. November 2009

Wer schweigt, zählt nicht!

so behauptet jedenfalls Adam Soboczynski in seinem Essay "Höfische Gesellschaft 2.0" in der ZEIT. Der neue Menschentypus, der seiner Auffassung nach durch Soziale Netzwerke wie etwa facebook erzeugt werde, sei "sozial hyperaktiv, ein um Status und Witz kämpfender Höfling, reaktionsschnell und bewertungssüchtig".
Treffend beschreibt er zuvor die latente Arroganz, mit der die nicht in Sozialen Netzwerken vertretenen Menschen ausgegrenzt werden. Ein Kampf auch gegen die Eliten des Landes, die sich der Modernität widersetzen. Und dennoch gibt sich auch die Netzavantgarde elitär und sondert sich ab - als vermeintliche Vorboten einer Revolution der demokratischen Meinungsbildung, die sich doch nur über die Mächtigen lustig macht. Die Anbiederung der Politik an das Netz wird mit immer neuen "Skandalen" versucht in die Bahn des Lächerlichen zu drängen. Allein Obama wird als Anführer dieser Revolution zugelassen - obschon er das Internet nutzte wie seinerzeit Roosevelt das Radio. Es ist das Aufbegehren gegen die alte Ordnung, die Soboczynski zufolge die Piratenpartei in Deutschland erfolgreich 2 Prozent bei den Wahlen erreichen ließ. Ein demographisches Abbild der "digital natives", nicht mehr? Welche neue Ordnung jedoch auf den Untergang der Alten folgt - weiß er genauso wenig, wie sicher ist, ob die alte Ordnung überhaupt ersetzt wird...
Am Ende gilt im web 2.0 nur: Wer schweigt, zählt nicht!

Donnerstag, 19. November 2009

Social Commerce scheitert an internen Widerständen

In einem Artikel der internet-world-business wird einmal mehr das Thema Social Commerce beleuchtet. Das neue Hype-Thema scheitert dem Autor zufolge viel zu oft an internen Widerständen in Unternehmen. Unbestritten ist zwar die Bedeutung des "mouth-to-mouth"-Marketing im Netz, doch hapert es oft an konkreten Strategien und dem Willen zur Umsetzung. Mit fünf Tipps gibt der Autor eine Handreichung zur Durchsetzung einer Social Commerce Strategie im Unternehmen...

Mittwoch, 18. November 2009

eGovernment Mitteldeutschland - quo vadis?

Diese Frage stellten sich heute abend die rund 30 Teilnehmer des 1. Forums eGovernment Mitteldeutschland. Auf der Veranstaltung in Erfurt wurden die aktuellen Trends und Möglichkeiten des eGovernment besprochen und neue Ansätze für das kommende Jahr gesucht.

Als keynote-Speaker überzeugte Franz-Reinhard-Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, mit einem spannenden Einblick das web 2.0 im politischen Umfeld. Die Ansätze für eine Bürgerbeteiligung und ein transparentes eGovernment seien vorhanden, müssten aber entsprechend weiter ausgebaut werden. Anschließend stellte Günter Esch, VASCO Data Security, die Möglichkeit einer sicheren Passwortverwaltung vor und zeigte wie mit pragamatischen Lösungen auch strenge Datenschutzkriterien eingehalten werden können. Den Abschluß bildete Dr. Wolfgang Zink, Geschäftsführer booz&company Deutschland, mit einem strategischen Ausblick auf die Konzeption von eGovernment Lösungen. Hier wurde deutlich, dass es zwar keinen Königsweg für alle geben wird, jedoch einige Grundsätze im eGovernment den Erfolg von bürgernahen Services sichern können. Als Moderator hat mir die Veranstaltung großen Spass gemacht und ich konnte auch wichtige inhaltliche Anregungen für unsere Arbeit in 2010 gewinnen.

Das Forum eGovernment soll zur CeBIT 2010 in die 2. Auflage gehen und als dauerhaftes Netzwerk zum Austausch über das eGovernment in Thüringen und darüber hinaus fungieren. Dazu wurde auch eine XING-Gruppe etabliert. Ich freue mich auf die Fortsetzung des begonnenen Dialogs.

Dienstag, 17. November 2009

Social Media und Affiliatemarketing

Auf techcrunch hat Steve Poland 15 Jahre nach den Anfängen des Affiliatemarketing eine neue Ära eingeläutet: Social Media im Affiliatemarketing. Seine These: Mittels twitter und facebook kann jeder zum Affiliate Marketer werden. Auslöser dafür ist die Integration von twitter in amazon. Dabei werden Verkäufe vergütet, die über einen tweet generiert wurden. Ebenso könne dies laut Poland auch mit facebook vonstatten gehen, indem über die Plattform bzw. das Profil eines Users generierte Verkäufe entlohnt würden. Eine virtuelle "facebook Währung" könnte dann in Umlauf gebracht werden, welche die Bindung der Nutzer an facebook und die angeschlossenen Shops weiter erhöhen würde.